alleliterarischesGesprächKommentarKritik
Kommentar

Über die sogenannte Wiedergabe der sogenannten Welt oder Einige Gründe gegen Geschichten

Neben einem perfekt geschürten Feuer sitzt Reinhold Messner, vor ihm die Besucher, hinter ihm die Bergmassive. Alles ist auf ihn ausgerichtet, denn es ist wieder Zeit für eines der „Gespräche am Feuer“, bei denen Messner, so steht... Weiterlesen

literarisches, Kommentar

Ein langes Ausatmen. Eindrücke aus dem Städtchen Cadaqués an der Costa Brava

Wer mit dem Flieger nach Barcelona reist, sieht bei gutem Wetter die Costa Brava, wie sie sich mal hinabschmiegt, mal hineinfräst ins Meer. Eine gute Viertelstunde vor der Landung auf dem Flughafen El Prat lässt sich mit etwas Glück... Weiterlesen

Notizen

ltrtrnotizen

08.08.2018 // Gründe, wieso sogenannte Gesellschaftsromane meistens auf sehr unsympathische Weise scheitern: weil sie in eifriger Naivität daran glauben, Literatur könne durch bloße Benennung von Missständen ebendiese verändern; weil... Weiterlesen

Kritik

Wir, die schwierigen Tiere. Zwei Essaybücher loten aus, wie nah sich Tier und Mensch sind

Sommer 2006: Edmund Stoiber erklärt auf einer Pressekonferenz den Unterschied zwischen Normal- und Problembären und rechtfertigt die Abschussgenehmigung für JJ1 alias Bruno. Kurz darauf vergleicht das Satire-Magazin Titanic Kurt Beck... Weiterlesen

Kritik

Eine Frauenbiographie zwischen Selbstzweifel und Souveränität. Über Fanny Wobmanns Roman „Am Meer dieses Licht“

Der Startpunkt dieses Romans ist Ratlosigkeit: „Wir wissen nicht, was sagen. Das Schweigen bringt die Flocken in Rage, und du schaust mir in die Augen. Da fange ich an, dir zu erzählen.“ Diejenige, die hier zum Erzählen... Weiterlesen

Kommentar

Mediebëtzeg 4/6: „Lëtzebuerg Privat“ – ee Marktschreier am Cactus

D’Toilette zougeschass – a kee wëll et gewiescht sinn. Dat ass de Prinzip, no deem „Lëtzebuerg Privat“ sech verkeeft. Do muss een natierlech direkt un de Bommeleeër-Aphorismus denken: „Et war net keen.“ Ma wie war et dann?... Weiterlesen

Kommentar

Mediebëtzeg 3/6: Automobilisten – opgepasst!

Et rabbelt an der Groussgaass – nee, déi Zäite sinn eriwwer, elo, wou d’Gaassen als Foussgängerzonen deklaréiert goufen. Ma mir mussen eis keng Suerge maachen. Wie regelméisseg um Internetsite vun RTL ënnerwee ass, dee weess,... Weiterlesen

Kommentar

„also: lass!“ Noruff op den Auteur Georges Hausemer

Fir e Gespréich hat de Georges Hausemer e Rendez-Vous am Haff virum Groussen Theater proposéiert, Enn Juli 2015, um Weekend, „wann et där näischt ausmécht, och sonndes fir d’literatur an d’bicher am asaz ze sinn“. Bei dësem... Weiterlesen

Kritik

D wie Dating, E wie Einsamkeit. Über Melissa Broders Roman „Fische“

Bei Twitter, dem Hausmedium von Melissa Broder, gibt es ein Profil namens infinite scream, das von einem Bot gesteuert wird und pro Tag Dutzende von Tweets mit dem immergleichen Inhalt absetzt, einem langgedehnten Aaaaaah. AAAAAAAAAAAAAHHH... Weiterlesen

Kritik

Das Gefühl, „mit großer Kraft zurückgezogen zu werden“. Über Anne Tylers Roman „Launen der Zeit“

Ihre Wünsche sind längst übersichtlich geworden. Einen Salzstreuer hätte Willa gerne, ein winziges Modell, wie es ihre Mitbewohnerin bei einem Flug nach New York einst geschenkt bekommen hat. Derek, ihr Freund und späterer Ehemann,... Weiterlesen

Kommentar, Kritik

„Schaum sein, Drift / ein Seewind mit Augen“. Über drei rezente Lyrikanthologien

Ja, was denn nun? Mit dieser Frage lässt sich das Ringen um Definition, Aufgabe und Wirkung von Gedichten ganz gut resümieren. Was ist das Gedicht, was will es denn nun, was darf es – und was auf keinen Fall? 1834 etwa schimpft der... Weiterlesen

Kritik

Wem der Meteorit einschlägt. Über Mike Wilsons Kurzroman „Rockabilly“

Wer „Rockabilly“ aufschlägt, mag sich kurz der Hoffnung hingeben, dass es auf den folgenden Seiten schön wird, schal und schmonzettig wie bei einem Liebessong im Rock-Country-Sound aus Nashville. Als Motto stellt Mike Wilson seinem... Weiterlesen

Gespräch

Lesung von und Gespräch mit Jakob Nolte

Weitere Informationen auf der Seite vom Institut Pierre Werner // Video und Foto: (c)... Weiterlesen

Kommentar

Von Kanonen und Spatzen oder The Big D(ostojewski)

Ein Essay von Niklas Schmitt Verbrechen und Strafe, Schuld und Würde, Tabu und Terror, oder kurz: Der Fall Schirach. Die Tatsache, dass Ferdinand von Schirach kein neues Programm verfolgt, indem er das individuelle Schicksal des Täters... Weiterlesen

Kommentar

Das Rotweißblaue vom Himmel versprechen. Wie in Luxemburg Politik und Literatur das Zukünftige zu fassen versuchen

Jeder kennt sie, diese drögen Sommer-Interviews, in denen Politiker penetrant leger ausgefragt werden, als seien sie Kandidaten bei einer Verkupplungsshow mit Kai Pflaume. Eine dieser Fragen lautet: was die politische Kaste denn so lese,... Weiterlesen

Kommentar

Iwwer d’Politiséiere vum Lëtzebuergeschen

EmoXi. Do denkt een am éischte Reflex un een Anti-Depressivum, vläicht nach un een Intimgel fir sensibel Haut. Un eppes denkt ee sécher net: un dat nächst Manöver vum Staatsministère, fir de Nation Branding weiderzedreiwen. EmoXie si... Weiterlesen

Kritik

Der Roman, ein Ladebalken. Über Joshua Cohens Roman „Buch der Zahlen“

Das neue Buch von Joshua Cohen beginnt mit dem Buch der Bücher. Als Voranstellung wird ein Zitat aus dem 4. Buch Moses, auch Numeri genannt, variiert. Zuerst heißt es: „Eure Leichen aber, eure, werden in dieser Wüste fallen. Eure... Weiterlesen

Kommentar

Iwwer literaresch Erënnerung oder Firwat Krimi noir a KZ net funktionéieren

Ewéi am Summer 2015 iwwer d’Juddeverfolgung am Zweete Weltkrich zu Lëtzebuerg debattéiert gouf, huet d’Tageblatt getitelt: „Das Ende einer Vergangenheit“. Grad a virun allem duerch d’Schaffe vun den Historiker ass et also... Weiterlesen

Gespräch, Kommentar

Auteur, Auteure oder Autrice? Een Dossier iwwert Fraeliteratur an iwwer (literareschen) Feminismus

Um Begrëff „Fraeliteratur“ pechen och haut nach verschidde Klischeeën: Déi eng denken u kitscheg Groscheromaner, déi aner un harmlos Blummegedichter. Ma wat mengt dee Begrëff iwwerhaapt? Ass et Literatur vu Fraen? Oder Literatur... Weiterlesen

Kritik

Vom Nichtverzweifeln und Rausgehen. Über Lukas Bärfuss‘ Essayband „Krieg und Liebe“

Wer hat ihn gerufen, den Querulanten? Niemand. Wer fühlt sich berufen, diese Rolle zu übernehmen? Wenige. Und wer braucht diesen Störenfried? Ein jeder. Der 1971 geborene Lukas Bärfuss hat seine Rolle zwischen Unliebsamkeit und... Weiterlesen

Kommentar

Literatur im safe house. Eine (tendenziöse) These zur Literaturkritik

1889 gaben zwei deutsche Schriftsteller ihr auf Deutsch geschriebenes Theaterstück Papa Hamlet als die Übersetzung eines norwegischen Dramas aus. Sie erfanden dafür einen Autor mit skandinavisch klingendem Namen, Bjarne P. Holmsen,... Weiterlesen

Kritik

Kleinstädtische Schaufensterpuppen. Über Steven Millhausers Erzählband „Stimmen in der Nacht“

Die amerikanische Kleinstadt gilt als Ort der Normalität, als das juste milieu, in dem sich der kleine Neid und die große Üblichkeit eingerichtet haben. Zugleich ist es oft die Kleinstadt, in der etwas aus dem Lot gerät. In seinem... Weiterlesen

Kritik

Das Versagen der Empathie. Über Ferdinand von Schirachs Erzählband „Strafe“

Ferdinand von Schirachs Erzählungen lassen sich gut beschreiben, indem aufgezählt wird, was sie alles nicht leisten: Es wird keine emotionale Nähe zu den Figuren gestiftet, es gibt weder einen ausschweifenden Witz noch heitere Anekdoten... Weiterlesen

Kommentar

Mono oder Multi? Über die Sprachendebatte in Luxemburg

Die luxemburgische Sprache ist in aller Munde. Die Petition 698, die über die offizielle Petition-Prozedur des luxemburgischen Parlaments eingereicht wurde, schreibt sich die Aufwertung der luxemburgischen Sprache auf die Fahnen. Es soll... Weiterlesen

literarisches

Elo

Mäi Spëtzer stoung ëmmer op Kanada, säin op Russland, well hie war jo Riets- an ech just Lénkshänner. Mir wollten eis net an d’Queesch kommen an an all deene leschte Méint si mir och net uneneegeroden, wéinstens net richteg, nee,... Weiterlesen

Kritik

Surfen lässt sich nur an der Oberfläche. Über Josefine Rieks Debütroman „Serverland“

War die Tankstelle einer der mythischen Räume, an dem der Zeitgeist des vergangenen Jahrhunderts offenbar wurde, so ist der Serverraum einer der Orte, an denen das 21. Jahrhundert paradigmatisch wird. Das Brummen der Algorithmen, die... Weiterlesen

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