alleKolumneGesprächKommentarKritik
Kolumne

was fehlt: v

Ich weiß ja selbst nicht, wieso ich es mir gebe, wieder und wieder. An besonders affigen Tagen scrolle ich gleich runter, ohne den Artikel zu lesen. Die eigentliche Information, das sage ich mir beflissen auf, liegt gar nicht im... Weiterlesen

Kommentar

Die Uneindeutigkeit aushalten. Über autobiographische Spuren in Romanen

Für den Literaturtheoretiker Gérard Genette waren Autoreninterviews ein vernachlässigbares Format. Es gäbe, schreibt er in seinem Buch Paratexte, ein Set an vorhersehbaren Fragen; vor allem müsse der Autor oder die Autorin immer... Weiterlesen

Kritik

Ein Flecken Erde als Ausguckposten. Über Jean Kriers Lyrikband „Das Ende vom Lied“

Er habe auf der bretonischen Île d’Ouessant nicht viel mehr getan, als aufs Meer zu glotzen, zu lesen und zu schreiben. Das teilte Jean Krier seinem Lyrikkollegen Karl Krolow in einem Brief im Februar 1988 mit. Der in Luxemburg geborene... Weiterlesen

Kolumne

was fehlt: iv

Vor drei, vier Jahren entstand dieser Trend: alte Fotos zu nehmen, an ihren Entstehungsort zu reisen und das Bild perspektivisch passgenau hochzuhalten, um ein Foto vom Foto samt Umgebung zu schießen: Vergangenheit und Gegenwart in... Weiterlesen

Kritik

Trauer und Phlegma. Über Alexandra Riedels Roman „Sonne, Mond, Zinn“

Geht’s deutscher? Beim Leichenschmaus fallen Maden vom faulen Kirschbaum in die Suppen. Aber die Gesellschaft löffelt ihre Teller artig aus: „Zum Schluss den Teller ganz leicht ankippen, mit dem Löffel einen Halbkreis zeichnen,... Weiterlesen

Kolumne

was fehlt: iii

Wie viele Schmuckstücke liegen am Strand von Nice begraben? Pardon für diese unnötige Frage. Es ist nicht viel mehr als ein Gedankenspiel in einem Jobgespräch, in dem der Bewerber aus der sogenannten Reserve gelockt werden soll, weil... Weiterlesen

Kritik

Endzeit, schneehell. Über Anna Kavans Roman „Eis“

Die Geschichte ist biblisch einfach: Ein namenloser Ich-Erzähler verfolgt eine Frau. Er besucht sie, reist dann ab, kehrt zu ihrem Haus zurück. Sie ist verschwunden, er schifft sich ein und meint, sie an Deck zu erspähen. Im Zielhafen... Weiterlesen

Kritik

Individualität und Ideologie. Über Ivana Sajkos Roman „Familienroman“

Jemand, der dem eigenen Roman den Titel „Familienroman“ verpasst, ist entweder gewitzt oder überfordert. Im Fall von Ivana Sajko wird schnell klar, dass ihr „Familienroman“ sich nicht dem Tamtam dieses beliebten... Weiterlesen

Kolumne

was fehlt: ii

Als Coach hätte ich jetzt viel zu tun. Ich säße vor dem Laptop, würde tief in den Bauch atmen und Leuten via Skype mit sonorer Stimme erzählen, wie sie „in diesen Zeiten“ zur Ruhe finden könnten. Ich würde Wörter benutzen wie... Weiterlesen

Kommentar

„Rot sind unsere Bärte und unsere Herzen“. Portrait des vergessenen luxemburgischen Autors Carlo Thein

Die Kennnummer des Beitrags lautete I2925, der Titel des Manuskripts Cartheserhof. 1963 reichte der Luxemburger Carlo Thein den Roman, an dem er lange gefeilt hatte, beim Deutschen Erzählpreis ein. Der von der Zeitschrift Der Stern... Weiterlesen

Kolumne

was fehlt: i

Bill Murray trägt eine Lederjacke mit Stehkragen. Noch bevor der Interviewer loslegt, schaut der Schauspieler ihn auf eine verwirrte, zugleich neugierige Weise an, ein wenig so, als hoffe er auf eine Frage, die ihm endlich einmal... Weiterlesen

Gespräch

Lesung von / Gespräch mit Nora Bossong („Schutzzone“)

Weitere Informationen auf der Seite vom Institut Pierre Werner // Video und Foto: (c)... Weiterlesen

Kritik

Verhaltenslehren des Schmerzes. Über Valerie Fritschs Roman „Herzklappen von Johnson & Johnson“

Schon früh erfährt die Hauptfigur in Valerie Fritschs neuem Roman, auf wie unterschiedliche Arten sich Menschen aus einer Welt zurückziehen, die nur Leid für sie bereithält. Almas Haus kommt der Heranwachsenden „beängstigend... Weiterlesen

Gespräch, Kommentar

Ein Abend zu Ulrich Alexander Boschwitz – Lesung und Gespräch

Weitere Informationen auf der Seite vom Institut Pierre Werner // Video und Foto: (c)... Weiterlesen

Kommentar

„Die unklare Ängstlichkeit vor atmosphärischen Revolutionen“ oder Über das Lesen und Schreiben im Anthropozän

„Weil ich Fichtenwälder liebe, ging ich durch Fichtenwälder“ – Franz Kafka „I miss the earth so much“ – Elton John   Gegenwartsliteratur, die sich im Rahmen eines epochalen Selbstverständnisses als... Weiterlesen

Kritik

1200 Seiten Herbst. Über Alban Nikolai Herbsts „Gesammelte Erzählungen“

Die einen zerstören ihre Jugendwerke, um die mutmaßliche Peinlichkeit der ersten literarischen Gehversuche auszuradieren. Andere redigieren sie Jahrzehnte später und veröffentlichen sie, um das Werden ihres Werkes zu illustrieren. Im... Weiterlesen

Kritik

Maisonette-Literatur, hell und kalt. Über Philipp Tinglers Roman „Rate, wer zum Essen bleibt“

Kochen, kauen, Karriere retten. Das ist der Plan von Franziska, die sich eine Beförderung an der Uni sichern will, indem sie den Dekan der soziologischen Fakultät samt Gattin zum Essen einlädt. Von Agatha Christie bis Yasmina Reza... Weiterlesen

Gespräch

Lesung von / Gespräch mit Herbert Kapfer („1919“)

Weitere Informationen auf der Seite vom Institut Pierre Werner // Bitte ergebenst darum, dieses kubistische Griechenland-Urlaubsgemälde-Unfallding zu ignorieren // Video und Foto: (c)... Weiterlesen

Kritik

Wir setzen uns mit Tränen nieder. Über Heather Christles Essay „Weinen“

Die einen weinen bei „Der Herr der Ringe“, wenn Boromir pfeildurchsiebt zu Boden geht; die anderen greifen zum Taschentuch, wenn Kate Winslet in „Titanic“ ihren liebsten Jack im Eiswasser versinken sieht. Wer weint... Weiterlesen

Gespräch

Bücherregale voller Idioten – Lukas Bärfuss im Gespräch

Gibt es eine spezifische Tragik in den Leben mittelalter Männer? In Malinois trifft man solche tristen Figuren an jeder Ecke an. Der Band versammelt Erzählungen der letzten beiden Jahrzehnte. Und es ist tatsächlich so, dass man... Weiterlesen

Kritik

Von wegen Ponyhof. Über Marieke Lucas Rijnevelds Roman „Was man sät“

In der ersten Szene reibt die Mutter die vier Kinder mit Eutersalbe ein, um sie gegen den Frost zu schützen. Eutersalbe – es ist eines von vielen Wörtern, an die man sich schnell gewöhnt in Marieke Lucas Rijnevelds Roman „Was man... Weiterlesen

Kommentar

1919. Die Collage eines Jahres

Revolution, Republik, Referendum – 1919 war in Luxemburg ein ereignisreiches Jahr, in dessen Verlauf die staatliche Ordnung, das nationale Selbstverständnis und die wirtschaftliche Ausrichtung in Frage gestellt wurden. Historik*innen... Weiterlesen

Kommentar, Kritik

Über Quallen – und ein wenig über Tom McCarthys Essayband „Schreibmaschinen, Bomben, Quallen“

Die Suchmaschine weiß Bescheid, auch darüber, wie wenig wir Bescheid wissen. Wer die Autovervollständigung der Google-Maske mit den Wörtern „Haben Quallen“ anfüttert, sieht, was sich die anderen Nutzer im Quallenkontext gefragt... Weiterlesen

Kommentar

Topophilia oder Die Liebe zur Landschaft in Zeiten der Klimakrise

 „… humiliated at how impossible it is to desire any Terrain in its interminable unfolding, ev’ry last Pebble, dip and rain-path.“ Thomas Pynchon Die Welt ist heil: Schafe, die die Form von Popcorn haben, grasen auf einer... Weiterlesen

Kritik

Einfrieren, um zu leben. Über Hendrik Otrembas Roman „Kachelbads Erbe“

Im Jahr 2019 könnte der Brief eines kalifornischen Start-Ups wie folgt beginnen, schließlich gehört das Versprechen ewigen Lebens zum Kern technologischer Mythologien: „Seit 1964 beschäftigt sich die Kryonik mit der Zukunft der... Weiterlesen

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