alleKolumneGesprächKommentarKritik
Kolumne

was fehlt: iii

Wie viele Schmuckstücke liegen am Strand von Nice begraben? Pardon für diese unnötige Frage. Es ist nicht viel mehr als ein Gedankenspiel in einem Jobgespräch, in dem der Bewerber aus der sogenannten Reserve gelockt werden soll, weil... Weiterlesen

Kritik

Endzeit, schneehell. Über Anna Kavans Roman „Eis“

Die Geschichte ist biblisch einfach: Ein namenloser Ich-Erzähler verfolgt eine Frau. Er besucht sie, reist dann ab, kehrt zu ihrem Haus zurück. Sie ist verschwunden, er schifft sich ein und meint, sie an Deck zu erspähen. Im Zielhafen... Weiterlesen

Kritik

Individualität und Ideologie. Über Ivana Sajkos Roman „Familienroman“

Jemand, der dem eigenen Roman den Titel „Familienroman“ verpasst, ist entweder gewitzt oder überfordert. Im Fall von Ivana Sajko wird schnell klar, dass ihr „Familienroman“ sich nicht dem Tamtam dieses beliebten... Weiterlesen

Kolumne

was fehlt: ii

Als Coach hätte ich jetzt viel zu tun. Ich säße vor dem Laptop, würde tief in den Bauch atmen und Leuten via Skype mit sonorer Stimme erzählen, wie sie „in diesen Zeiten“ zur Ruhe finden könnten. Ich würde Wörter benutzen wie... Weiterlesen

Kommentar

„Rot sind unsere Bärte und unsere Herzen“. Portrait des vergessenen luxemburgischen Autors Carlo Thein

Die Kennnummer des Beitrags lautete I2925, der Titel des Manuskripts Cartheserhof. 1963 reichte der Luxemburger Carlo Thein den Roman, an dem er lange gefeilt hatte, beim Deutschen Erzählpreis ein. Der von der Zeitschrift Der Stern... Weiterlesen

Kolumne

was fehlt: i

Bill Murray trägt eine Lederjacke mit Stehkragen. Noch bevor der Interviewer loslegt, schaut der Schauspieler ihn auf eine verwirrte, zugleich neugierige Weise an, ein wenig so, als hoffe er auf eine Frage, die ihm endlich einmal... Weiterlesen

Gespräch

Lesung von / Gespräch mit Nora Bossong („Schutzzone“)

Weitere Informationen auf der Seite vom Institut Pierre Werner // Video und Foto: (c)... Weiterlesen

Kritik

Verhaltenslehren des Schmerzes. Über Valerie Fritschs Roman „Herzklappen von Johnson & Johnson“

Schon früh erfährt die Hauptfigur in Valerie Fritschs neuem Roman, auf wie unterschiedliche Arten sich Menschen aus einer Welt zurückziehen, die nur Leid für sie bereithält. Almas Haus kommt der Heranwachsenden „beängstigend... Weiterlesen

Gespräch, Kommentar

Ein Abend zu Ulrich Alexander Boschwitz – Lesung und Gespräch

Weitere Informationen auf der Seite vom Institut Pierre Werner // Video und Foto: (c)... Weiterlesen

Kommentar

„Die unklare Ängstlichkeit vor atmosphärischen Revolutionen“ oder Über das Lesen und Schreiben im Anthropozän

„Weil ich Fichtenwälder liebe, ging ich durch Fichtenwälder“ – Franz Kafka „I miss the earth so much“ – Elton John   Gegenwartsliteratur, die sich im Rahmen eines epochalen Selbstverständnisses als... Weiterlesen

Kritik

1200 Seiten Herbst. Über Alban Nikolai Herbsts „Gesammelte Erzählungen“

Die einen zerstören ihre Jugendwerke, um die mutmaßliche Peinlichkeit der ersten literarischen Gehversuche auszuradieren. Andere redigieren sie Jahrzehnte später und veröffentlichen sie, um das Werden ihres Werkes zu illustrieren. Im... Weiterlesen

Kritik

Maisonette-Literatur, hell und kalt. Über Philipp Tinglers Roman „Rate, wer zum Essen bleibt“

Kochen, kauen, Karriere retten. Das ist der Plan von Franziska, die sich eine Beförderung an der Uni sichern will, indem sie den Dekan der soziologischen Fakultät samt Gattin zum Essen einlädt. Von Agatha Christie bis Yasmina Reza... Weiterlesen

Gespräch

Lesung von / Gespräch mit Herbert Kapfer („1919“)

Weitere Informationen auf der Seite vom Institut Pierre Werner // Bitte ergebenst darum, dieses kubistische Griechenland-Urlaubsgemälde-Unfallding zu ignorieren // Video und Foto: (c)... Weiterlesen

Kritik

Wir setzen uns mit Tränen nieder. Über Heather Christles Essay „Weinen“

Die einen weinen bei „Der Herr der Ringe“, wenn Boromir pfeildurchsiebt zu Boden geht; die anderen greifen zum Taschentuch, wenn Kate Winslet in „Titanic“ ihren liebsten Jack im Eiswasser versinken sieht. Wer weint... Weiterlesen

Gespräch

Bücherregale voller Idioten – Lukas Bärfuss im Gespräch

Gibt es eine spezifische Tragik in den Leben mittelalter Männer? In Malinois trifft man solche tristen Figuren an jeder Ecke an. Der Band versammelt Erzählungen der letzten beiden Jahrzehnte. Und es ist tatsächlich so, dass man... Weiterlesen

Kritik

Von wegen Ponyhof. Über Marieke Lucas Rijnevelds Roman „Was man sät“

In der ersten Szene reibt die Mutter die vier Kinder mit Eutersalbe ein, um sie gegen den Frost zu schützen. Eutersalbe – es ist eines von vielen Wörtern, an die man sich schnell gewöhnt in Marieke Lucas Rijnevelds Roman „Was man... Weiterlesen

Kommentar

1919. Die Collage eines Jahres

Revolution, Republik, Referendum – 1919 war in Luxemburg ein ereignisreiches Jahr, in dessen Verlauf die staatliche Ordnung, das nationale Selbstverständnis und die wirtschaftliche Ausrichtung in Frage gestellt wurden. Historik*innen... Weiterlesen

Kommentar, Kritik

Über Quallen – und ein wenig über Tom McCarthys Essayband „Schreibmaschinen, Bomben, Quallen“

Die Suchmaschine weiß Bescheid, auch darüber, wie wenig wir Bescheid wissen. Wer die Autovervollständigung der Google-Maske mit den Wörtern „Haben Quallen“ anfüttert, sieht, was sich die anderen Nutzer im Quallenkontext gefragt... Weiterlesen

Kommentar

Topophilia oder Die Liebe zur Landschaft in Zeiten der Klimakrise

 „… humiliated at how impossible it is to desire any Terrain in its interminable unfolding, ev’ry last Pebble, dip and rain-path.“ Thomas Pynchon Die Welt ist heil: Schafe, die die Form von Popcorn haben, grasen auf einer... Weiterlesen

Kritik

Einfrieren, um zu leben. Über Hendrik Otrembas Roman „Kachelbads Erbe“

Im Jahr 2019 könnte der Brief eines kalifornischen Start-Ups wie folgt beginnen, schließlich gehört das Versprechen ewigen Lebens zum Kern technologischer Mythologien: „Seit 1964 beschäftigt sich die Kryonik mit der Zukunft der... Weiterlesen

Kritik

Das Satzende als Versprechen eines Neuanfangs. Über Ocean Vuongs „Auf Erden sind wir kurz grandios“

„Du hues näischt méi héieren, näischt méi verstan.“ So beginnt Pol Greischs „Fir meng Mamm“ aus dem Jahr 2000, einer der literarischen Höhepunkte im Werk des luxemburgischen Schriftstellers. Der erwachsene Sohn schreibt der... Weiterlesen

Kritik

Keep müde and munter on. Über Yoko Tawadas Roman „Sendbo-o-te“

Auf einer Wiese hat er noch nie gespielt, der junge Mumey. Aber in seinem Innern hat er sich das Bild von einer „Wiese“ gemalt, das ihm als Ersatz dient. Immerhin. Seinen herbeiphantasierten Rasen hegt und pflegt er wie ein eifriger... Weiterlesen

Kritik

Schlafwandler oder Stratege? Oder Norbert Gstreins Roman „Als ich jung war“

Die Ethik der Geheimniskrämerei, um die es in Norbert Gstreins neuem Roman geht, hat vor mehr als zweihundert Jahren die Dichterin Sophie Tieck-Bernhardi präzise erfasst. 1810 schreibt sie in einem Aufsatz mit dem Titel... Weiterlesen

Kritik

Kieler Allerlei. Über Axel Milbergs Roman „Düsternbrook“

Nach der Lektüre von Axel Milbergs „Düsternbrook“ weiß der Leser so einiges: Der Platzwart vom Tennisclub hieß von Moltke und mochte Weißweinschorlen. Als der kleine Axel an der Ostsee war, steckte er sich einen Stein ins... Weiterlesen

Kritik

In den Fängen der Menschenhändler. Über Jorge Zepeda Pattersons Thriller „Milena“

Jubel wäre unter den „Drei Fragezeichen“ ausgebrochen, hätten sie sich in Jorge Zepeda Pattersons Szenario wiedergefunden. Der Fall, den der mexikanische Schriftsteller in seinem Roman „Milena“ ausbreitet, nimmt... Weiterlesen

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