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Kritik

Der Roman, ein Ladebalken. Über Joshua Cohens Roman „Buch der Zahlen“

Das neue Buch von Joshua Cohen beginnt mit dem Buch der Bücher. Als Voranstellung wird ein Zitat aus dem 4. Buch Moses, auch Numeri genannt, variiert. Zuerst heißt es: „Eure Leichen aber, eure, werden in dieser Wüste fallen. Eure... Weiterlesen

Kommentar

Iwwer literaresch Erënnerung oder Firwat Krimi noir a KZ net funktionéieren

Ewéi am Summer 2015 iwwer d’Juddeverfolgung am Zweete Weltkrich zu Lëtzebuerg debattéiert gouf, huet d’Tageblatt getitelt: „Das Ende einer Vergangenheit“. Grad a virun allem duerch d’Schaffe vun den Historiker ass et also... Weiterlesen

Gespräch, Kommentar

Auteur, Auteure oder Autrice? Een Dossier iwwert Fraeliteratur an iwwer (literareschen) Feminismus

Um Begrëff „Fraeliteratur“ pechen och haut nach verschidde Klischeeën: Déi eng denken u kitscheg Groscheromaner, déi aner un harmlos Blummegedichter. Ma wat mengt dee Begrëff iwwerhaapt? Ass et Literatur vu Fraen? Oder Literatur... Weiterlesen

Kritik

Vom Nichtverzweifeln und Rausgehen. Über Lukas Bärfuss‘ Essayband „Krieg und Liebe“

Wer hat ihn gerufen, den Querulanten? Niemand. Wer fühlt sich berufen, diese Rolle zu übernehmen? Wenige. Und wer braucht diesen Störenfried? Eigentlich jeder und jede. Der 1971 geborene Lukas Bärfuss hat seine Rolle zwischen... Weiterlesen

Kommentar

Literatur im safe house. Eine (tendenziöse) These zur Literaturkritik

1889 gaben zwei deutsche Schriftsteller ihr auf Deutsch geschriebenes Theaterstück Papa Hamlet als die Übersetzung eines norwegischen Dramas aus. Sie erfanden dafür einen Autor mit skandinavisch klingendem Namen, Bjarne P. Holmsen,... Weiterlesen

Kritik

Kleinstädtische Schaufensterpuppen. Über Steven Millhausers Erzählband „Stimmen in der Nacht“

Die amerikanische Kleinstadt gilt als Ort der Normalität, als das juste milieu, in dem sich der kleine Neid und die große Üblichkeit eingerichtet haben. Zugleich ist es oft die Kleinstadt, in der etwas aus dem Lot gerät. In seinem... Weiterlesen

Kritik

Das Versagen der Empathie. Über Ferdinand von Schirachs Erzählband „Strafe“

Ferdinand von Schirachs Erzählungen lassen sich gut beschreiben, indem aufgezählt wird, was sie alles nicht leisten: Es wird keine emotionale Nähe zu den Figuren gestiftet, es gibt weder einen ausschweifenden Witz noch heitere Anekdoten... Weiterlesen

Kommentar

Mono oder Multi? Über die Sprachendebatte in Luxemburg

Die luxemburgische Sprache ist in aller Munde. Die Petition 698, die über die offizielle Petition-Prozedur des luxemburgischen Parlaments eingereicht wurde, schreibt sich die Aufwertung der luxemburgischen Sprache auf die Fahnen. Es soll... Weiterlesen

Kritik

Surfen lässt sich nur an der Oberfläche. Über Josefine Rieks Debütroman „Serverland“

War die Tankstelle einer der mythischen Räume, an dem der Zeitgeist des vergangenen Jahrhunderts offenbar wurde, so ist der Serverraum einer der Orte, an denen das 21. Jahrhundert paradigmatisch wird. Das Brummen der Algorithmen, die... Weiterlesen

Kommentar

Mediebëtzeg 6/6: D’Kachen ass méi wéi just Konscht

An der Kolumne „Mediebëtzeg“ gëtt d’Medielandschaft zu Lëtzebuerg ënnert d’Lupp geholl. Soubal eng Persoun sech op der Tëlee weist oder sech online inszenéiert, ass si Deel vun dëser Landschaft. Si trëtt souzesoen op den... Weiterlesen

Kritik

Endlich mal kein Geschichtenerzähler. Über Lorenz Justs Erzählband „Der böse Mensch“

In (Markt-)Zeiten, in denen der gähnend-gängige 220-seitige Roman mit seiner leicht kaubaren Zeitgenossenschaft Erfolge feiert, ist es gewagt, sich als Debütant für Erzählungen zu entscheiden. Mit „Der böse Mensch“ geht der 1983... Weiterlesen

Kommentar

In weiter Ferne lauter Licht. Auf der Ile d’Ouessant

Die Farbe des Meeres vor Ouessant ist die erste Herausforderung. Hier, gut 20 Kilometer vor der westfranzösischen Küste, gewinnt die Landschaft plötzlich an Tiefe, Kontur und Sattheit. Im Hafen von Le Conquet, von wo aus wir in die... Weiterlesen

Kommentar

Latzebuerg. Über das Dösen und Dahinleben

„Understand the lay of the land.“ – Feist Es beginnt im Doppeldeckerbus. Auf der Fahrt nach Luxemburg sitzen zwei Männer vor mir, oben in der ersten Reihe, gleich vor den Panoramafenstern. Der Bus passiert die Grenze, und bei... Weiterlesen

Kommentar

Im Hypermarkt der Gegenwartsliteratur. Über die „rich kids of literature“

Anfang des Jahrtausends schrieb der Lyriker Thomas Kling in seinem Essayband Botenstoffe darüber, was für ihn notgedrungen zu seiner Arbeit dazu gehöre: „Ein Image muß her; Marketing zählt.“ Das ist 17 Jahre her, aber wer sich... Weiterlesen

Kritik

Den Zeitenwind in Worte fassen. Über Amitav Ghoshs Essay „Die große Verblendung“

Was gibt es vermeintlich Harmloseres als Smalltalk über Sonne, Nässe und Wind: „Wieder so viel Nebel. Immer noch Regen. Ach, diese Hitze!“ Im Supermarkt, vor dem Nachbarzaun, am Telefon – nur zu gerne reden wir wie Meteorologen vor... Weiterlesen

Gespräch

Unterhaltung mit einem Toten. Roger Manderscheid im Collage-Gespräch

Am 1. Juni 2010 ist der Autor, Zeichner und Radiostückeschreiber Roger Manderscheid gestorben. Er gilt als einer der maßgeblichen Autoren der Nachkriegszeit, der die luxemburgische Literaturszene wie kein anderer geprägt, belebt und... Weiterlesen

Kritik

Im Schlack der Genres. Über Pascal Richmanns Debüt „Über Deutschland, über alles“

Zuerst: Selten habe ich ein durchgängig so nerviges Buch gelesen, selten einen Autor mit mehr Eifer als Unsympathen und Schwadroneur verflucht. Zugleich waren wenige Bücher, die ich in diesem Jahr gelesen habe, so umsichtig, clever und... Weiterlesen

Gespräch

Ulrich Holbein: Interviews 1994 – 2012

Ulrich Holbein wurde 1953 geboren. Er hat Sozialpädagogik und freie Malerei studiert. Seit 1989 veröffentlicht er Texte. Darunter Romane, die nur aus Zitaten bestehen, Essays, die sich um alles Mögliche drehen, eine Doppelbiografie... Weiterlesen

Kritik

Kassandras Standard. Über Omar El Akkads Roman „American War“

Nie war es leichter, sich als Prophet zu gebärden, nie billiger, vom Ende des Friedens, des Westens oder gleich der ganzen Welt zu künden. Ein wenig Krise, dazu Krieg samt seinen Unwägbarkeiten, mittendrin Figuren, die straucheln und... Weiterlesen

Kommentar

Vernichten, verzehren, verramschen: Über den Umgang mit Text

Robert Musil, 1914: „Würde man in Kilometern Zeilenlängen oder Kilogrammen Papier ausdrücken, was allein in Deutschland jährlich veröffentlicht wird, sähe man ohneweiteres, daß man es mit einem der seltsamsten sozialen Gebilde zu... Weiterlesen

Gespräch, Kritik

Kritik vun „Das deutsche Krokodil“ a Gespréich mam Auteur Ijoma Mangold

Samuel Hamen zuerst erschienen als Kulturdossier bei:  ... Weiterlesen

Kritik

Papperlapathos. Über Simon Strauß‘ Manifestroman „Sieben Nächte“

Es ist ein willkommenes Buch, für alle, auch für Kritiker, die es sich zu einfach machen (wollen), die im Buch nur die falsche, hysterische, hyperaktive Artikulation eines Wohlstandskindes sehen, das sich auflehnt, ein erstes, ein... Weiterlesen

Gespräch

Lesung von und Gespräch mit Marcel Beyer

  Weitere Informationen auf der Seite vom Institut Pierre Werner // Video und Foto: (c)... Weiterlesen

Kritik

Die Schrulle hat System. Über Francis Neniks Buch „Die Untergründung Amerikas“

Ein Buch nicht zusammenfassen zu können – das deutet meistens auf eine zähe Lektüre hin, auf eine klobige, verfahrene Geschichte. Mitunter kann die Unmöglichkeit, einen Text zu paraphrasieren, aber auf dessen beharrliche... Weiterlesen

Kritik

Vom Verlust und vom Lesen. Über Ali Smiths Buch „Wem erzähle ich das?“

Am Beginn steht die Not: „Das volle Jahr und der Tag waren verstrichen, und ich wusste mir noch immer keinen Rat.“ Die Ich-Erzählerin hat ihre Lebenspartnerin verloren, seit einem Jahr trauert sie und versucht, wieder zu sich zu... Weiterlesen

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