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Kommentar, Kritik

„Schaum sein, Drift / ein Seewind mit Augen“. Über drei rezente Lyrikanthologien

Ja, was denn nun? Mit dieser Frage lässt sich das Ringen um Definition, Aufgabe und Wirkung von Gedichten ganz gut resümieren. Was ist das Gedicht, was will es denn nun, was darf es – und was auf keinen Fall? 1834 etwa schimpft der... Weiterlesen

Kritik

Wem der Meteorit einschlägt. Über Mike Wilsons Kurzroman „Rockabilly“

Wer „Rockabilly“ aufschlägt, mag sich kurz der Hoffnung hingeben, dass es auf den folgenden Seiten schön wird, schal und schmonzettig wie bei einem Liebessong im Rock-Country-Sound aus Nashville. Als Motto stellt Mike Wilson seinem... Weiterlesen

Gespräch

Lesung von / Gespräch mit Jakob Nolte

Weitere Informationen auf der Seite vom Institut Pierre Werner // Video und Foto: (c)... Weiterlesen

Kommentar

Von Kanonen und Spatzen oder The Big D(ostojewski)

Ein Essay von Niklas Schmitt Verbrechen und Strafe, Schuld und Würde, Tabu und Terror, oder kurz: Der Fall Schirach. Die Tatsache, dass Ferdinand von Schirach kein neues Programm verfolgt, indem er das individuelle Schicksal des Täters... Weiterlesen

Kommentar

Das Rotweißblaue vom Himmel versprechen. Wie in Luxemburg Politik und Literatur das Zukünftige zu fassen versuchen

Jeder kennt sie, diese drögen Sommer-Interviews, in denen Politiker penetrant leger ausgefragt werden, als seien sie Kandidaten bei einer Verkupplungsshow mit Kai Pflaume. Eine dieser Fragen lautet: was die politische Kaste denn so lese,... Weiterlesen

Kommentar

Iwwer d’Politiséiere vum Lëtzebuergeschen

EmoXi. Do denkt een am éischte Reflex un een Anti-Depressivum, vläicht nach un een Intimgel fir sensibel Haut. Un eppes denkt ee sécher net: un dat nächst Manöver vum Staatsministère, fir de Nation Branding weiderzedreiwen. EmoXie si... Weiterlesen

Kritik

Der Roman, ein Ladebalken. Über Joshua Cohens Roman „Buch der Zahlen“

Das neue Buch von Joshua Cohen beginnt mit dem Buch der Bücher. Als Voranstellung wird ein Zitat aus dem 4. Buch Moses, auch Numeri genannt, variiert. Zuerst heißt es: „Eure Leichen aber, eure, werden in dieser Wüste fallen. Eure... Weiterlesen

Kommentar

Iwwer literaresch Erënnerung oder Firwat Krimi noir a KZ net funktionéieren

Ewéi am Summer 2015 iwwer d’Juddeverfolgung am Zweete Weltkrich zu Lëtzebuerg debattéiert gouf, huet d’Tageblatt getitelt: „Das Ende einer Vergangenheit“. Grad a virun allem duerch d’Schaffe vun den Historiker ass et also... Weiterlesen

Gespräch, Kommentar

Auteur, Auteure oder Autrice? Een Dossier iwwert Fraeliteratur an iwwer (literareschen) Feminismus

Um Begrëff „Fraeliteratur“ pechen och haut nach verschidde Klischeeën: Déi eng denken u kitscheg Groscheromaner, déi aner un harmlos Blummegedichter. Ma wat mengt dee Begrëff iwwerhaapt? Ass et Literatur vu Fraen? Oder Literatur... Weiterlesen

Kritik

Vom Nichtverzweifeln und Rausgehen. Über Lukas Bärfuss‘ Essayband „Krieg und Liebe“

Wer hat ihn gerufen, den Querulanten? Niemand. Wer fühlt sich berufen, diese Rolle zu übernehmen? Wenige. Und wer braucht diesen Störenfried? Eigentlich jeder und jede. Der 1971 geborene Lukas Bärfuss hat seine Rolle zwischen... Weiterlesen

Kommentar

Literatur im safe house. Eine (tendenziöse) These zur Literaturkritik

1889 gaben zwei deutsche Schriftsteller ihr auf Deutsch geschriebenes Theaterstück Papa Hamlet als die Übersetzung eines norwegischen Dramas aus. Sie erfanden dafür einen Autor mit skandinavisch klingendem Namen, Bjarne P. Holmsen,... Weiterlesen

Kritik

Kleinstädtische Schaufensterpuppen. Über Steven Millhausers Erzählband „Stimmen in der Nacht“

Die amerikanische Kleinstadt gilt als Ort der Normalität, als das juste milieu, in dem sich der kleine Neid und die große Üblichkeit eingerichtet haben. Zugleich ist es oft die Kleinstadt, in der etwas aus dem Lot gerät. In seinem... Weiterlesen

Kritik

Das Versagen der Empathie. Über Ferdinand von Schirachs Erzählband „Strafe“

Ferdinand von Schirachs Erzählungen lassen sich gut beschreiben, indem aufgezählt wird, was sie alles nicht leisten: Es wird keine emotionale Nähe zu den Figuren gestiftet, es gibt weder einen ausschweifenden Witz noch heitere Anekdoten... Weiterlesen

Kommentar

Mono oder Multi? Über die Sprachendebatte in Luxemburg

Die luxemburgische Sprache ist in aller Munde. Die Petition 698, die über die offizielle Petition-Prozedur des luxemburgischen Parlaments eingereicht wurde, schreibt sich die Aufwertung der luxemburgischen Sprache auf die Fahnen. Es soll... Weiterlesen

Kritik

Surfen lässt sich nur an der Oberfläche. Über Josefine Rieks Debütroman „Serverland“

War die Tankstelle einer der mythischen Räume, an dem der Zeitgeist des vergangenen Jahrhunderts offenbar wurde, so ist der Serverraum einer der Orte, an denen das 21. Jahrhundert paradigmatisch wird. Das Brummen der Algorithmen, die... Weiterlesen

Kommentar

Mediebëtzeg 6/6: D’Kachen ass méi wéi just Konscht

An der Kolumne „Mediebëtzeg“ gëtt d’Medielandschaft zu Lëtzebuerg ënnert d’Lupp geholl. Soubal eng Persoun sech op der Tëlee weist oder sech online inszenéiert, ass si Deel vun dëser Landschaft. Si trëtt souzesoen op den... Weiterlesen

Kritik

Endlich mal kein Geschichtenerzähler. Über Lorenz Justs Erzählband „Der böse Mensch“

In (Markt-)Zeiten, in denen der gähnend-gängige 220-seitige Roman mit seiner leicht kaubaren Zeitgenossenschaft Erfolge feiert, ist es gewagt, sich als Debütant für Erzählungen zu entscheiden. Mit „Der böse Mensch“ geht der 1983... Weiterlesen

Kommentar

In weiter Ferne lauter Licht. Auf der Ile d’Ouessant

Die Farbe des Meeres vor Ouessant ist die erste Herausforderung. Hier, gut 20 Kilometer vor der westfranzösischen Küste, gewinnt die Landschaft plötzlich an Tiefe, Kontur und Sattheit. Im Hafen von Le Conquet, von wo aus wir in die... Weiterlesen

Kommentar

Latzebuerg. Über das Dösen und Dahinleben

„Understand the lay of the land.“ – Feist Es beginnt im Doppeldeckerbus. Auf der Fahrt nach Luxemburg sitzen zwei Männer vor mir, oben in der ersten Reihe, gleich vor den Panoramafenstern. Der Bus passiert die Grenze, und bei... Weiterlesen

Kommentar

Im Hypermarkt der Gegenwartsliteratur. Über die „rich kids of literature“

Anfang des Jahrtausends schrieb der Lyriker Thomas Kling in seinem Essayband Botenstoffe darüber, was für ihn notgedrungen zu seiner Arbeit dazu gehöre: „Ein Image muß her; Marketing zählt.“ Das ist 17 Jahre her, aber wer sich... Weiterlesen

Kritik

Den Zeitenwind in Worte fassen. Über Amitav Ghoshs Essay „Die große Verblendung“

Was gibt es vermeintlich Harmloseres als Smalltalk über Sonne, Nässe und Wind: „Wieder so viel Nebel. Immer noch Regen. Ach, diese Hitze!“ Im Supermarkt, vor dem Nachbarzaun, am Telefon – nur zu gerne reden wir wie Meteorologen vor... Weiterlesen

Gespräch

Unterhaltung mit einem Toten. Roger Manderscheid im Collage-Gespräch

Am 1. Juni 2010 ist der Autor, Zeichner und Radiostückeschreiber Roger Manderscheid gestorben. Er gilt als einer der maßgeblichen Autoren der Nachkriegszeit, der die luxemburgische Literaturszene wie kein anderer geprägt, belebt und... Weiterlesen

Kritik

Im Schlack der Genres. Über Pascal Richmanns Debüt „Über Deutschland, über alles“

Zuerst: Selten habe ich ein durchgängig so nerviges Buch gelesen, selten einen Autor mit mehr Eifer als Unsympathen und Schwadroneur verflucht. Zugleich waren wenige Bücher, die ich in diesem Jahr gelesen habe, so umsichtig, clever und... Weiterlesen

Gespräch

Ulrich Holbein: Interviews 1994 – 2012

Ulrich Holbein wurde 1953 geboren. Er hat Sozialpädagogik und freie Malerei studiert. Seit 1989 veröffentlicht er Texte. Darunter Romane, die nur aus Zitaten bestehen, Essays, die sich um alles Mögliche drehen, eine Doppelbiografie... Weiterlesen

Kritik

Kassandras Standard. Über Omar El Akkads Roman „American War“

Nie war es leichter, sich als Prophet zu gebärden, nie billiger, vom Ende des Friedens, des Westens oder gleich der ganzen Welt zu künden. Ein wenig Krise, dazu Krieg samt seinen Unwägbarkeiten, mittendrin Figuren, die straucheln und... Weiterlesen

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