alleliterarischesGesprächKommentarKritik
Kommentar

Was sollen wir nur tun, Volker? Über eine abträgliche Besprechung von Linda Boström Knausgårds Roman „Willkommen in Amerika“

Mit der Platzanweisung fängt es an. Wer den Oberkellner kennt, kriegt den guten Tisch am Fenster. Ansonsten sitzt du neben der Tür zur Küche, die so ein albernes ovales Guckloch hat und dir zuverlässig die fischigen Gargerüche in den... Weiterlesen

Kommentar, Kritik

Auf Mercedes Benz reimt sich Dekadenz.

Was haben Autobesitz und ein „Poetry Slam“ miteinander zu tun? Der Versuch eines Nachvollzugs. Ob Strumpf, Ozon oder Sommer – es ist nicht immer einfach, die vielen Löcher zu stopfen. Das wissen gerade im Juli, August, September die... Weiterlesen

Kritik

Direkt davor und längst danach. Über Jan Wehns „Morgellon“ und Hendrik Otrembas „Über uns der Schaum“

„Morgellon“, der Erstling von Jan Wehn, ist ein Buch der Anregungen. Es sind die medialen, pharmazeutischen und psychotischen Stimuli unserer Zeit, die den Protagonisten Noah Zimmermann auf gerade einmal 75 Seiten ans Ende der... Weiterlesen

Kommentar

Über Angst

Jede Zeit hat ihre Vokabel, in der sich die jüngste Mentalität ballt, ihren Grundbegriff, der die Jetzt-Stimmung fasst, ihre Denkfigur, die gehegt und gepflegt wird wie ein Tomatensträuchlein. Die Künstler des im öden Chic der... Weiterlesen

Gespräch, Kommentar

„Dat ass och gutt, wa se schunkelen.“ De Sänger Serge Tonnar am Gespréichsporträt

  Direkt um Ufank mussen d’Fronte gekläert ginn. Freet sech de Serge Tonnar iwwerhaapt, an enger Literaturkolumne opzedauchen? Versteet hien ee literarescht Gespréich iwwert säin neien Album „Bommeleeër Buddha“ net als... Weiterlesen

Kritik

„aus mündern atemweise“. Über neue Lyrikbände aus Luxemburg

  Die „graPHIiti“-Reihe des Verlagshauses „Éditions Phi“ dürfte die langlebigste und erfolgreichste Lyrikfördermaßnahme Luxemburgs sein. 1992 wurde sie lanciert, bis heute sind 107 französischsprachige sowie 26... Weiterlesen

Kommentar

Über Transparenz

Eine gute Übung in Zeitgenossenschaft: sich zu überlegen, wer wir gewesen sein werden. Wie wird man in hundert Jahren auf uns zurückblicken? Womöglich wird Selbstverständliches abwegig anmuten, etwa wie ich an einer klobigen... Weiterlesen

Kritik

Vom Ängstlichen, Grausigen und Plapprigen. Über Roman Ehrlichs Roman „Die fürchterlichen Tage des schrecklichen Grauens“

In seiner Schrift Arbeit am Mythos (1979) weist der Philosoph Hans Blumenberg dem Erzählen zwei Aufgaben zu: „Geschichten werden erzählt, um etwas zu vertreiben. Im harmlosesten, aber nicht unwichtigsten Fall: die Zeit. Sonst und... Weiterlesen

Kommentar, Kritik

Alle meine Ex-Hypes. Über „New Sincerity“ und die neueste Ausgabe der Literaturzeitschrift „Metamorphosen“

Es ist immer von Vorteil, über den jeweils aktuellen Literaturhype Bescheid zu wissen. Insbesondere, wenn dieser eigentlich schon wieder zu den Akten gelegt wurde, wie es vor kurzem der sogenannten „Alt Lit“-Bewegung in den USA... Weiterlesen

Kritik

Es gibt nur zwei Themen: Die Liebe und den Tod. Über Tullio Forgiarinis Erzählung „Lizardqueen“

Ausnahmsweise sei als Einstieg mal einer jener wuchtigen Sätze des übergroßen Marcel Reich-Ranicki zitiert, mit dem der 2013 verstorbene Kritiker zu glänzen und einzuschüchtern wusste: „Literatur kennt nur zwei Themen. Die Liebe und... Weiterlesen

Kommentar

Blog vs. Feuilleton oder Über Literaturbetriebswärme

Feuilleton vs. Blog, Etablierte vs. Randständige, Beruf vs. Hobby, Profi vs. Laie. Es ist ein altes Thema, ja, ich weiß, aber es gibt neue Anlässe, um darüber zu sprechen. (Und überhaupt: Gulasch soll ja auch besser schmecken, je... Weiterlesen

Kritik

Partout c’est la guerre. Über Tijan Silas Roman „Tierchen unlimited

Es ist nicht einfach, sich zu behaupten, weder in Sarajevo, wo „Menschen jeden Morgen mit dem Gedanken aufwachten: ›Lieber Gott, lass mich heute nicht sterben. Ich bin zu jung. Ich habe Besseres verdient‹“, noch in Heidelberg, der... Weiterlesen

Kritik

Leerlauf und Anmaßung. Über Luc Spadas Lyrikband „Fass mich an“

Luc Spada ist eine literarische Erscheinung, ein Phänomen, ein Wetterleuchten am harmlosen hellgrauen Literaturhimmel Luxemburgs. So jedenfalls lautet die (Selbst-)Erzählung des 1985 geborenen Autors und Schauspielers. Das Image des... Weiterlesen

Kritik

Kurz vor der Schwelle. Über Lukas Bärfuss‘ Roman „Hagard“

Wahrscheinlich, vermutlich, womöglich – im neuen Roman von Lukas Bärfuss wird ausgiebig gemutmaßt, sowohl vonseiten des Erzählers, der versucht, seine eigene Hauptfigur zu verstehen, als auch vonseiten eben jener Hauptfigur, die zwei... Weiterlesen

Kritik

Die fabelhafte Wahnwelt der Jule. Über Charles Meders Novelle „Aname“

Spät, ganz am Ende der Novelle „Aname“, werden in dem abgelegenen Holzkabuff irgendwo in der postkartig erhabenen Wildnis Kanadas die „Aufzeichnungen aus dem Kellerloch“ von Fjodor Dostojewski gefunden. Wieso auch nicht? Nach fast... Weiterlesen

Kritik

Der Manager ist auch (nur) ein Autor. Über Philipp Schönthalers Essay „Portrait des Managers als junger Autor“

In der deutschsprachigen Literatur ist der Themenkomplex Wirtschaft immer wieder Gegenstand von Romanen, etwa in „Wenn wir sterben“ (2002) von Ernst-Wilhelm Händler, „Johann Holtrop“ von Rainald Goetz (2012) und „Das bessere... Weiterlesen

Kommentar

Über Distanz

Kommentar

Was leisten Schriftstellervereinigungen? Ein großherzogliches Beispiel anhand des „LSV“

Nach mehr als dreißig Jahren ist der „Lëtzebuerger Schrëftstellerverband“, kurz LSV, Geschichte. Sein Ende nahm sich auf eine Art aus, wie eigentlich Geschichten von Glück und Förderung beginnen: mit der Überreichung eines... Weiterlesen

Kommentar

Mediebëtzeg 2/6: De Fausti oder Mat der Pioche géint de Klischee

  An der Kolumne „Mediebëtzeg“ geet et ëm de Schiet, dee Persounen an eiser duerchmedialiséierter Welt werfen. Egal ob Texter, Fotoen, Musek-CDen oder Videoen – mat all medialer Koppie vun enger Persoun gëtt där hire Schiet... Weiterlesen

Kritik

Das Gegenteil von intakt. Über Margret Steckels Erzählband „Ins Licht sehen“

Das kürzlich vorgestellte Rifkin-Dossier weissagt Luxemburg eine großartige Zukunft: Die Menschen sind hypermobil, die Umwelt ist geleckt und sauber, jedes Dach glänzt solaranlagenfarben. Alles ist grün und gut. Das Dossier ist ein... Weiterlesen

Kommentar

Wie wir lernen der Fiktion zu misstrauen. Über die New-Ego-Literatur

Es beginnt mit einer Enttäuschung: „Doch es gab mir nichts mehr.“ Peter Praschl mag keine Fiktionen  mehr lesen. Er leide an einem „Fiktionalitäts-Ennui“, schrieb er vor wenigen Tagen in der WELT. (Die neue Langeweile gegenüber... Weiterlesen

Kommentar

Mediebëtzeg 1/6: D’Astrid Lulling oder D‘Erklärgroussi vu Lëtzebuerg

Et soll an dëser Kolumne ëm de medialen Schiet goen, dee Persounen an eiser duerchmedialiséierter Welt werfen. Dee Schiet gëtt duerch all Text, an där d’Persoun virkënnt, an duerch all Foto a Video, an där si ze gesinn ass,... Weiterlesen

Kritik

La résistance sentimentale. Über Nora Wageners Kurzgeschichtenband „Larven“

Nora Wageners Texte schrumpfen vor sich hin. 2011 hat die Autorin aus Luxemburg mit dem Roman „Menschenliebe und Vogel, schrei“ ihr literarisches Debüt vorgelegt; es folgten 2015 das Theaterstück „Visions“ sowie der Erzählband... Weiterlesen

Kritik

Lyrischer Unsicherheitsdienst. Über Adrian Kasnitz‘ Gedichtband „Glückliche Niederlagen“

In „Glückliche Niederlagen“ sind stets Mängel am Werk. Immer wieder übermannt den Sprecher in den Gedichten die Gewissheit, Dingen nicht auf den Grund gehen zu können, weil die Wörter ihm letztgültig nicht ausreichen. In... Weiterlesen

Kritik

Wie kommt das Falsche in die Welt? Über Tomer Gardis Roman „broken german“

Es ist so einfach wie selbstgefällig, Klugscheißer zu sein: Nein, das heißt nicht so. Nein, das spricht man anders aus. Nein, nach „wegen“ kommt Genitiv und nicht Dativ. (Was so auch nicht stimmt.) Was der Spezies... Weiterlesen

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