alleliterarischesGesprächKommentarKritik
Gespräch

Lesung von und Gespräch mit Marcel Beyer

  Weitere Informationen auf der Seite vom Institut Pierre Werner // Video und Foto: (c)... Weiterlesen

Kritik

Die Schrulle hat System. Über Francis Neniks Buch „Die Untergründung Amerikas“

Ein Buch nicht zusammenfassen zu können – das deutet meistens auf eine zähe Lektüre hin, auf eine klobige, verfahrene Geschichte. Mitunter kann die Unmöglichkeit, einen Text zu paraphrasieren, aber auf dessen beharrliche... Weiterlesen

Kritik

Vom Verlust und vom Lesen. Über Ali Smiths Buch „Wem erzähle ich das?“

Am Beginn steht die Not: „Das volle Jahr und der Tag waren verstrichen, und ich wusste mir noch immer keinen Rat.“ Die Ich-Erzählerin hat ihre Lebenspartnerin verloren, seit einem Jahr trauert sie und versucht, wieder zu sich zu... Weiterlesen

Kommentar

Against Storytelling oder Eine neue nationale Erzählung für Luxemburg

Der erste Satz von Tolkiens „Der Hobbit“ lautet: „In einem Loch im Boden lebt ein Hobbit.“ Hiermit sind die Gesetze dieser Welt definiert: Es gibt Wesen, die Hobbits heißen. Und es gibt Häuser, die in den Boden hineingebaut sind.... Weiterlesen

Kommentar

Schöne Kunst kann grausam sein. Über den Hellersdorfer Literaturstreit um Eugen Gomringers Gedicht „avenidas“

Nach Sexismus-Vorwürfen soll an der Berliner Alice Salomon Hochschule eine Fassade umgestaltet werden, die das Gedicht „avenidas“ von Eugen Gomringer trägt. Die Medien schalten reflexhaft auf Eskalation, viel ist von Zensur,... Weiterlesen

Kommentar

Blogkritik … oder: Mal Waffe, mal Watte

Was Barbara Schöneberger für Moderationen ist, ist Gottfried Benn für Zitate: die Allzweckwaffe, die immer irgendwie den Ton trifft. Auch zum problematischen Verhältnis zwischen Gewalt und Kunst hatte der Lyriker und Essayist ein... Weiterlesen

Kommentar

Was sollen wir nur tun, Volker? Über eine abträgliche Besprechung von Linda Boström Knausgårds Roman „Willkommen in Amerika“

Mit der Platzanweisung fängt es an. Wer den Oberkellner kennt, kriegt den guten Tisch am Fenster. Ansonsten sitzt du neben der Tür zur Küche, die so ein albernes ovales Guckloch hat und dir zuverlässig die fischigen Gargerüche in den... Weiterlesen

Kommentar, Kritik

Auf Mercedes Benz reimt sich Dekadenz.

Was haben Autobesitz und ein „Poetry Slam“ miteinander zu tun? Der Versuch eines Nachvollzugs. Ob Strumpf, Ozon oder Sommer – es ist nicht immer einfach, die vielen Löcher zu stopfen. Das wissen gerade im Juli, August, September die... Weiterlesen

Kritik

Direkt davor und längst danach. Über Jan Wehns „Morgellon“ und Hendrik Otrembas „Über uns der Schaum“

„Morgellon“, der Erstling von Jan Wehn, ist ein Buch der Anregungen. Es sind die medialen, pharmazeutischen und psychotischen Stimuli unserer Zeit, die den Protagonisten Noah Zimmermann auf gerade einmal 75 Seiten ans Ende der... Weiterlesen

Kommentar

Über Angst

Jede Zeit hat ihre Vokabel, in der sich die jüngste Mentalität ballt, ihren Grundbegriff, der die Jetzt-Stimmung fasst, ihre Denkfigur, die gehegt und gepflegt wird wie ein Tomatensträuchlein. Die Künstler des im öden Chic der... Weiterlesen

Gespräch, Kommentar

„Dat ass och gutt, wa se schunkelen.“ De Sänger Serge Tonnar am Gespréichsporträt

  Direkt um Ufank mussen d’Fronte gekläert ginn. Freet sech de Serge Tonnar iwwerhaapt, an enger Literaturkolumne opzedauchen? Versteet hien ee literarescht Gespréich iwwert säin neien Album „Bommeleeër Buddha“ net als... Weiterlesen

Kritik

„aus mündern atemweise“. Über neue Lyrikbände aus Luxemburg

  Die „graPHIiti“-Reihe des Verlagshauses „Éditions Phi“ dürfte die langlebigste und erfolgreichste Lyrikfördermaßnahme Luxemburgs sein. 1992 wurde sie lanciert, bis heute sind 107 französischsprachige sowie 26... Weiterlesen

Kommentar

Über Transparenz

Eine gute Übung in Zeitgenossenschaft: sich zu überlegen, wer wir gewesen sein werden. Wie wird man in hundert Jahren auf uns zurückblicken? Womöglich wird Selbstverständliches abwegig anmuten, etwa wie ich an einer klobigen... Weiterlesen

Kritik

Vom Ängstlichen, Grausigen und Plapprigen. Über Roman Ehrlichs Roman „Die fürchterlichen Tage des schrecklichen Grauens“

In seiner Schrift Arbeit am Mythos (1979) weist der Philosoph Hans Blumenberg dem Erzählen zwei Aufgaben zu: „Geschichten werden erzählt, um etwas zu vertreiben. Im harmlosesten, aber nicht unwichtigsten Fall: die Zeit. Sonst und... Weiterlesen

Kommentar, Kritik

Alle meine Ex-Hypes. Über „New Sincerity“ und die neueste Ausgabe der Literaturzeitschrift „Metamorphosen“

Es ist immer von Vorteil, über den jeweils aktuellen Literaturhype Bescheid zu wissen. Insbesondere, wenn dieser eigentlich schon wieder zu den Akten gelegt wurde, wie es vor kurzem der sogenannten „Alt Lit“-Bewegung in den USA... Weiterlesen

Kritik

Es gibt nur zwei Themen: Die Liebe und den Tod. Über Tullio Forgiarinis Erzählung „Lizardqueen“

Ausnahmsweise sei als Einstieg mal einer jener wuchtigen Sätze des übergroßen Marcel Reich-Ranicki zitiert, mit dem der 2013 verstorbene Kritiker zu glänzen und einzuschüchtern wusste: „Literatur kennt nur zwei Themen. Die Liebe und... Weiterlesen

Kommentar

Blog vs. Feuilleton oder Über Literaturbetriebswärme

Feuilleton vs. Blog, Etablierte vs. Randständige, Beruf vs. Hobby, Profi vs. Laie. Es ist ein altes Thema, ja, ich weiß, aber es gibt neue Anlässe, um darüber zu sprechen. (Und überhaupt: Gulasch soll ja auch besser schmecken, je... Weiterlesen

Kritik

Partout c’est la guerre. Über Tijan Silas Roman „Tierchen unlimited

Es ist nicht einfach, sich zu behaupten, weder in Sarajevo, wo „Menschen jeden Morgen mit dem Gedanken aufwachten: ›Lieber Gott, lass mich heute nicht sterben. Ich bin zu jung. Ich habe Besseres verdient‹“, noch in Heidelberg, der... Weiterlesen

Kritik

Leerlauf und Anmaßung. Über Luc Spadas Lyrikband „Fass mich an“

Luc Spada ist eine literarische Erscheinung, ein Phänomen, ein Wetterleuchten am harmlosen hellgrauen Literaturhimmel Luxemburgs. So jedenfalls lautet die (Selbst-)Erzählung des 1985 geborenen Autors und Schauspielers. Das Image des... Weiterlesen

Kritik

Kurz vor der Schwelle. Über Lukas Bärfuss‘ Roman „Hagard“

Wahrscheinlich, vermutlich, womöglich – im neuen Roman von Lukas Bärfuss wird ausgiebig gemutmaßt, sowohl vonseiten des Erzählers, der versucht, seine eigene Hauptfigur zu verstehen, als auch vonseiten eben jener Hauptfigur, die zwei... Weiterlesen

Kritik

Die fabelhafte Wahnwelt der Jule. Über Charles Meders Novelle „Aname“

Spät, ganz am Ende der Novelle „Aname“, werden in dem abgelegenen Holzkabuff irgendwo in der postkartig erhabenen Wildnis Kanadas die „Aufzeichnungen aus dem Kellerloch“ von Fjodor Dostojewski gefunden. Wieso auch nicht? Nach fast... Weiterlesen

Kritik

Der Manager ist auch (nur) ein Autor. Über Philipp Schönthalers Essay „Portrait des Managers als junger Autor“

In der deutschsprachigen Literatur ist der Themenkomplex Wirtschaft immer wieder Gegenstand von Romanen, etwa in „Wenn wir sterben“ (2002) von Ernst-Wilhelm Händler, „Johann Holtrop“ von Rainald Goetz (2012) und „Das bessere... Weiterlesen

Kommentar

Über Distanz

Kommentar

Was leisten Schriftstellervereinigungen? Ein großherzogliches Beispiel anhand des „LSV“

Nach mehr als dreißig Jahren ist der „Lëtzebuerger Schrëftstellerverband“, kurz LSV, Geschichte. Sein Ende nahm sich auf eine Art aus, wie eigentlich Geschichten von Glück und Förderung beginnen: mit der Überreichung eines... Weiterlesen

Kommentar

Mediebëtzeg 2/6: De Fausti oder Mat der Pioche géint de Klischee

  An der Kolumne „Mediebëtzeg“ geet et ëm de Schiet, dee Persounen an eiser duerchmedialiséierter Welt werfen. Egal ob Texter, Fotoen, Musek-CDen oder Videoen – mat all medialer Koppie vun enger Persoun gëtt där hire Schiet... Weiterlesen

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