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Kritik

Es gibt nur zwei Themen: Die Liebe und den Tod. Über Tullio Forgiarinis Erzählung „Lizardqueen“

Ausnahmsweise sei als Einstieg mal einer jener wuchtigen Sätze des übergroßen Marcel Reich-Ranicki zitiert, mit dem der 2013 verstorbene Kritiker zu glänzen und einzuschüchtern wusste: „Literatur kennt nur zwei Themen. Die Liebe und... Weiterlesen

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Blog vs. Feuilleton oder Über Literaturbetriebswärme

Feuilleton vs. Blog, Etablierte vs. Randständige, Beruf vs. Hobby, Profi vs. Laie. Es ist ein altes Thema, ja, ich weiß, aber es gibt neue Anlässe, um darüber zu sprechen. (Und überhaupt: Gulasch soll ja auch besser schmecken, je... Weiterlesen

Kritik

Partout c’est la guerre. Über Tijan Silas Roman „Tierchen unlimited

Es ist nicht einfach, sich zu behaupten, weder in Sarajevo, wo „Menschen jeden Morgen mit dem Gedanken aufwachten: ›Lieber Gott, lass mich heute nicht sterben. Ich bin zu jung. Ich habe Besseres verdient‹“, noch in Heidelberg, der... Weiterlesen

Kritik

Leerlauf und Anmaßung. Über Luc Spadas Lyrikband „Fass mich an“

Luc Spada ist eine literarische Erscheinung, ein Phänomen, ein Wetterleuchten am harmlosen hellgrauen Literaturhimmel Luxemburgs. So jedenfalls lautet die (Selbst-)Erzählung des 1985 geborenen Autors und Schauspielers. Das Image des... Weiterlesen

Kritik

Kurz vor der Schwelle. Über Lukas Bärfuss‘ Roman „Hagard“

Wahrscheinlich, vermutlich, womöglich – im neuen Roman von Lukas Bärfuss wird ausgiebig gemutmaßt, sowohl vonseiten des Erzählers, der versucht, seine eigene Hauptfigur zu verstehen, als auch vonseiten eben jener Hauptfigur, die zwei... Weiterlesen

Kritik

Die fabelhafte Wahnwelt der Jule. Über Charles Meders Novelle „Aname“

Spät, ganz am Ende der Novelle „Aname“, werden in dem abgelegenen Holzkabuff irgendwo in der postkartig erhabenen Wildnis Kanadas die „Aufzeichnungen aus dem Kellerloch“ von Fjodor Dostojewski gefunden. Wieso auch nicht? Nach fast... Weiterlesen

Kritik

Der Manager ist auch (nur) ein Autor. Über Philipp Schönthalers Essay „Portrait des Managers als junger Autor“

In der deutschsprachigen Literatur ist der Themenkomplex Wirtschaft immer wieder Gegenstand von Romanen, etwa in „Wenn wir sterben“ (2002) von Ernst-Wilhelm Händler, „Johann Holtrop“ von Rainald Goetz (2012) und „Das bessere... Weiterlesen

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Über Distanz

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Was leisten Schriftstellervereinigungen? Ein großherzogliches Beispiel anhand des „LSV“

Nach mehr als dreißig Jahren ist der „Lëtzebuerger Schrëftstellerverband“, kurz LSV, Geschichte. Sein Ende nahm sich auf eine Art aus, wie eigentlich Geschichten von Glück und Förderung beginnen: mit der Überreichung eines... Weiterlesen

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Mediebëtzeg 2/6: De Fausti oder Mat der Pioche géint de Klischee

  An der Kolumne „Mediebëtzeg“ geet et ëm de Schiet, dee Persounen an eiser duerchmedialiséierter Welt werfen. Egal ob Texter, Fotoen, Musek-CDen oder Videoen – mat all medialer Koppie vun enger Persoun gëtt där hire Schiet... Weiterlesen

Kritik

Das Gegenteil von intakt. Über Margret Steckels Erzählband „Ins Licht sehen“

Das kürzlich vorgestellte Rifkin-Dossier weissagt Luxemburg eine großartige Zukunft: Die Menschen sind hypermobil, die Umwelt ist geleckt und sauber, jedes Dach glänzt solaranlagenfarben. Alles ist grün und gut. Das Dossier ist ein... Weiterlesen

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Wie wir lernen der Fiktion zu misstrauen. Über die New-Ego-Literatur

Es beginnt mit einer Enttäuschung: „Doch es gab mir nichts mehr.“ Peter Praschl mag keine Fiktionen  mehr lesen. Er leide an einem „Fiktionalitäts-Ennui“, schrieb er vor wenigen Tagen in der WELT. (Die neue Langeweile gegenüber... Weiterlesen

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Mediebëtzeg 1/6: D’Astrid Lulling oder D‘Erklärgroussi vu Lëtzebuerg

Et soll an dëser Kolumne ëm de medialen Schiet goen, dee Persounen an eiser duerchmedialiséierter Welt werfen. Dee Schiet gëtt duerch all Text, an där d’Persoun virkënnt, an duerch all Foto a Video, an där si ze gesinn ass,... Weiterlesen

Kritik

La résistance sentimentale. Über Nora Wageners Kurzgeschichtenband „Larven“

Nora Wageners Texte schrumpfen vor sich hin. 2011 hat die Autorin aus Luxemburg mit dem Roman „Menschenliebe und Vogel, schrei“ ihr literarisches Debüt vorgelegt; es folgten 2015 das Theaterstück „Visions“ sowie der Erzählband... Weiterlesen

Kritik

Lyrischer Unsicherheitsdienst. Über Adrian Kasnitz‘ Gedichtband „Glückliche Niederlagen“

In „Glückliche Niederlagen“ sind stets Mängel am Werk. Immer wieder übermannt den Sprecher in den Gedichten die Gewissheit, Dingen nicht auf den Grund gehen zu können, weil die Wörter ihm letztgültig nicht ausreichen. In... Weiterlesen

Kritik

Wie kommt das Falsche in die Welt? Über Tomer Gardis Roman „broken german“

Es ist so einfach wie selbstgefällig, Klugscheißer zu sein: Nein, das heißt nicht so. Nein, das spricht man anders aus. Nein, nach „wegen“ kommt Genitiv und nicht Dativ. (Was so auch nicht stimmt.) Was der Spezies... Weiterlesen

Kritik

Kindersekternst statt Bierernst. Über Francis Kirps‘ Roman „Die Klasse von 77“

Wenn sich in einer Neuerscheinung ein kauziger Autor als Roger Wanderscheid vorstellt, Musikbands sich Namen geben wie „Die Toten Adenauers“ oder „Der letzte Wasserhahn“ und das Luxemburger Wort als „die dumme Zeitung“... Weiterlesen

Kommentar, Kritik

The Ecstasy of Christian Kracht. Eine ›Kritiche‹ zu „Die Toten“

Kommentar

Das Großvorhaben Literatur. Über die Lust an und die Notwendigkeit von Kritik

Im deutschsprachigen Feuilletonbetrieb ist Kritik an der Kritik ein etabliertes und gelegentlich überstrapaziertes Korrektiv- und Innovationsmoment. Vor wenigen Tagen veröffentlichte beispielsweise Roman Bucheli in der NZZ den Artikel... Weiterlesen

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Ausflug in den Betriebszoo. Literatur, ihre Kritik und deren Kritik

Bilden Sie mal einen Satz mit … Ein Dichterwettstreit, so heißt das gute Buchstück, das Robert Gernhardt mit Klaus Cäsar Zehrer 2005 herausgegeben hat. Als hätten beide geahnt, dass eine gewisse Literaturkritikerin auch mehr als zehn... Weiterlesen

Kritik

Wer spukt am weitesten? Über Christian Krachts Roman „Die Toten“

Dass sich Christian Kracht am großen Prosastilisten Thomas Mann orientiert, wissen wir spätestens seit seinem Roman „Imperium“ von 2012 – und es scheint, als könne der Schweizer Autor seine Griffel einfach nicht vom... Weiterlesen

Kritik

Mitten im Abseits. Über Philipp Winklers Erstling „Hool“

1947 veröffentlichte der Lyriker Günter Eich das Gedicht „Inventur“, das folgendermaßen einsetzt: „Dies ist meine Mütze, / dies ist mein Mantel, / hier mein Rasierzeug / im Beutel aus Leinen.“ Dies war die Stimme der deutschen... Weiterlesen

Kommentar

Gute Zukünfte, schlechte Zukünfte?

I. Der Fluch des Jahresrückblicks Wir können ihn uns jetzt schon vorstellen, wie er durch sein schrill dekoriertes RTL-Studio schreiten, in seinem adretten Anzug etwas verloren herumstehen und mit seinem Welpenblick in die Kamera... Weiterlesen

Kommentar, Kritik

Eine ›Kritiche‹ von Saša Staniši?´ Erzählband „Fallensteller“

literarisches

Busbahnfhof HD. Aus einem topographischen Porträt

05.05.16 Irgendwann, es muss gegen halb vier sein, fährt ein dunkelblauer Reisebus vor, auf der Seite lese ich den Schriftzug: „Deutsch“. Der Fahrer steigt aus und öffnet eine der Klapptüren. Kurz überlegen wir, ihn... Weiterlesen

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